weil das Bauchgefühl uns die Richtung weist
 weil das Bauchgefühl uns die Richtung weist
Pärchen sitzt Rücken an Rücken (Bildquelle Pixabay)

 

        

 

Online Sexsucht

                     Cybersexsucht

 

                          

 

        

Onlinesexsucht – Pornosucht zerstört viel und macht unglücklich

Onlinesexsucht oder auch Cybersexsucht, wer will darüber schon öffentlich reden. Ein schwieriges Thema. Ein Thema welches zu sehr viel Kummer führt, Unverständnis hervorruft und es immer wieder die Aussage gibt „ist doch nichts dabei“. Dafür das nichts dabei ist, finde ich folgendes schon erschreckend....Allein in den USA stehen 50% der Scheidungen im Zusammenhang mit Online Sexsucht. Wie viele sind es wohl bei uns? Experten sprechen von einer neuen Pandemie. Eine Pandemie die man nicht unterschätzen sollte.

 

Auszug von Epoche Times
Wenn das Suchtzentrum des Gehirns durch pornographische Darstellungen in Fahrt kommt, werden dabei gleichzeitig die Regionen für Logik und das Bewusstsein für Konsequenzen und Willensstärke außer Betrieb gesetzt....

Eine Online-Internetsexsuchthilfeplattform spricht von über 60 Millionen Betroffenen Online-Sex-Süchtigen allein in den USA. Bei Pandemie denken die meisten derzeit an Masken für den Mund und Bürokratie an Flughäfen. Doch still und leise breitet sich eine für die Gesellschaft nicht minder gefährliche Seuche aus: die Sucht nach Internet-Pornographie, auch bekannt als Online-Sex-Sucht.

Cybersex oder Online Sexsucht schadet mir ja nicht

Es gibt Untersuchungen die deutlich zeigen das es sich hier tatsächlich um eine Sucht handelt. Genauso wie bei der Alkohol oder Nikotinsucht. Es gibt inzwischen Kliniken die eine Therapie anbieten um dieser Falle zu entkommen. Welche Probleme bringt die Sucht mit sich? Was passiert mit den Betroffenen, wenn diese Sucht immer stärker wird? Das sagt der Bericht von Epoche Times und Partnerinnen von Betroffenen:

 

Deutliche Bewusstseinsveränderung

 

Irritierbare und depressive Gemütszustände

 

Isolation von der Mitwelt

 

Schwere Beziehungsprobleme

 

Sexuelle Unlust der Partnerin gegenüber (wegen der Einfachheit schreibe ich von seiner Sucht, obwohl es auch Frauen gibt die süchtig sind)

 

Erektionsprobleme bei normalem Sex

 

Frauen werden auf ihre Geschlechtsteile reduziert

 

Doch wie kann es passieren das es soweit kommt. Früher war es den Medien zu Folge die Frau die immer Migräne hatte, keine Lust hatte, zu müde war. Es wurden Lieder darüber gesungen, sich lustig gemacht. Heute sind es Männer die spät ins Bett kommen oder zu müde sind. Die wichtiges am PC zu erledigen haben. Wird darüber geredet? Werden Lieder gedichtet, macht man Witze darüber, nein wohl kaum. Wer steht schon gerne zu seiner Sucht. Aber es gibt inzwischen einige Hilfeportale die sich mit diesem Thema auseinandersetzen und sagen wie ernst diese Sucht zu nehmen ist. Doch es ist ein langer Weg bis man(n) zu seinem Problem steht und Hilfe annimmt....

Onlinesex - das Land der Träume & Fantasien

Wie rutscht er nun in diese Sucht. Keine leichte Frage. Es gibt sicherlich verschiedene Faktoren. Doch ein ganz sicheres ist das Internet. Früher schlich man(n) sich in die Videothek oder kaufte hin und wieder Sexzeitschriften beim Kiosk. Die Begierde nach lustvollen Bildern, der etwas Schmutziges anhaftet, so der Gedanke. Oh weh, mich sieht jemand dabei. So war man(n) dann auch vorsichtig dieser Neigung nicht zu oft nachzugehen. Und plötzlich dann, öffneten sich die Pforten zum Land der Träume und zur täglichen Masturbation. Was gibt es schöneres, ohne sich anstrengen zu müssen, zur Entspannung. Und diese Vielfalt die es gibt, jeder Wunsch, jede Fantasie wird erfüllt. Der Tag war scheiße, auf der Arbeit läuft es nicht, die innere Leere, das Ausgelaugt sein, vielleicht Depressionen….es gibt viele Gründe warum man(n) es jeden Tag tun kann…

 

Hier ein paar Fakten von der Seite Netzsieger (Quellennachweis ist bei Netzsieger ganz unten aufgelistet) zum täglichen Pornokonsum:

 

25% aller Anfragen im Internet drehen sich um Pornografie, jeden Tag 68 Millionen Suchanfragen

 

Deutsche sind die Weltmeister im Porno schauen mit 12,4 Prozent

 

Auf den Top-Drei Sex-clip Webseiten sind pro Monat über anderthalb Milliarden Besucher

 

Das durchschnittliche Alter der Erstkonsumenten liegt bei 11 Jahre

 

40% der deutschen Kinder suchen nach pornografischen Inhalten

 

20% der Männer schauen Porno im Büro und 13% der Frauen ebenso

 

Es wird verharmlost, wenn Jugendliche sich schon Pornos ansehen. Das macht jeder, das ist normal. Ist es das? Ist es normal das die jungen Mädchen glauben sie müssten so agieren wie die Damen in diesen Filmen? Ist es normal das sie glauben das es real ist was da gezeigt wird? Die Jungs immer können und die Mädchen immer wollen. Der Sex so abläuft wie es gezeigt wird? Ich glaube kaum. Was macht das mit uns? Die Werbung die suggeriert das Frauen hauptsächlich aus Busen, langen Beinen und Hintern bestehen. Nachts laufen die Werbeblöcke für die „Ruf mich an“ Nummern oder auch für die "Fremd geh" Internetseiten.

Sexistische Werbung - eigentlich verboten

Zur Werbung: Obwohl es verboten ist Frauen sexistisch darzustellen, wenn es keinen Zusammenhang zum Angebot gibt, sieht man immer wieder, dass es einigen Leuten egal ist. Vor kurzem sah ich eine Werbung für einen PC, daneben eine Frau im Tanga, Rückenansicht. Unterm Rechner stand: verführerisch, elegant, effizient…Ich habe den Hersteller angeschrieben was diese Werbung soll, folgendes kam als Antwort:

 

„vielen Dank für ihre sachliche Kritik. Natürlich geben wir Ihnen Recht, dass diese Werbekampagne mit bestimmten Reizen spielt und sich so an die hauptsächlich männliche Käuferschicht wendet. Leider ist die IT-Branche noch eine sehr männerdominierte Branche, sowohl im Hartware- wie im Softwarebereich, sprich mit dieser Werbung sollen diesmal vor allem männliche Entscheider angesprochen werden. Werbung möchte und soll auch gerne einmal polarisieren sowie die Hauptkäuferschicht ansprechen. Wenn wir Ihnen ein Bespiel geben dürfen, die Cola-Light-Werbung, wo gerne mit dem "Oben-Ohne"-Cola-Mann geworben wird, umso hauptsächlich Frauen anzusprechen. Nichtsdestotrotz trinken auch Männer gerne einmal eine Cola-Light, obwohl sie durch die Werbung diskriminiert werden.....

 

Solltet ihr einmal sexistische Werbung sehen, es gibt den Werberat, bei diesem Verein kann man schriftliche Beschwerde einreichen…

Hilfe, mein Partner ist Online Sexsüchtig

Zurück zur Sexsucht….In den USA haben sie festgestellt das die sexuellen Übergriffe sich vermehrt haben seit dem es das Internet gibt. Also hat es zwei sehr unschöne Seiten. Die Frauen die belästigt werden, weil der Film nicht mehr reicht für den ultimativen Kick. Und die Partnerinnen die deswegen kaum noch ein Sexleben haben. Sie leiden enorm. Der Ehemann/Partner, der von dieser Sucht nicht loskommt und die Partnerin die die Schuld oftmals bei sich sucht. Können sie miteinander darüber reden? Es gibt sicherlich Versuche sich zu erklären. Wie einsam sie sich fühlt (vielleicht noch nichts von seiner Sucht weiß) und dass er sie nicht mehr wirklich sieht. Seine Argumente das alles so schwer ist im Moment. Das es nichts mit ihr zu tun hat. Das es wieder besser wird, bestimmt. Keine Ehrlichkeit aus der Scham heraus. So entfernen sie sich immer weiter voneinander. Für den Mann ist es kein Betrug, den es läuft ja alles nur im Kopf ab. Für sie ist es ein Weltuntergang, wenn sie ihm auf die Schliche gekommen ist. Es ist nichts Greifbares, es sind Frauen mit denen sie nicht mithalten kann. Wegen ihrer Vielfalt, wegen all der erdenklichen Fantasien die sie den Männern erfüllen. Jeden Tag etwas Anderes, vielleicht etwas Neues. Jeden Tag eine andere Dame. Kein Wunsch bleibt unerfüllt. Und sie fordern nichts. Sie wollen keine Streicheleinheiten, kein Vorspiel, es gibt keine Verbote und sie sind allzeit bereit. Es kostet nichts. Nicht einmal ein mühseliges Aufstehen….

Die neue Pandemie....nicht so harmlos wie man(n) glaubt

Es ist doch harmlos! Hier streiten sich die Geister. Es ist sicherlich kein Problem, wenn man hin und wieder einen Film schaut. Es gibt auch Pärchen die es sich mit vergnügen zu zweit ansehen. Ist alles völlig in Ordnung, wenn man sich einig ist. Bei einer Sucht jedoch, kann es sein das es morgens losgeht und in der Nacht aufhört. Über den ganzen Tag verteilt, immer mal wieder, klickt man(n) auf diese Seiten. Und nach Möglichkeit wird auch masturbiert. Das heißt, mehrmals am Tag Hand anlegen. Wie heftig muss das sein. Wie anstrengend und zermürbend. Wenn kein anderer Gedanke mehr Platz im Kopf hat außer der, wann kann ich wieder ins Internet. Die Betroffenen haben große Probleme im realen Leben noch bei sich selbst zu sein. Die Welt da draußen richtig wahr zu nehmen. Ihre Partnerin als Frau zu sehen. Im Gegenzug werden alle anderen Frauen auf ihre sexuellen Attribute reduziert. Wird dadurch eine innere Leere gefüllt?

 

Auszug weißes Kreuz.de

Wie jede Sucht führt Internet-Sexsucht irgendwann dazu, dass das Suchtmittel wichtiger wird als die Beziehungen zu sich selbst, dem Lebenspartner oder Freunden. Zum Erlangen des Suchtmittels werden Prioritäten verschoben und die Menschen im echten Leben immer unwichtiger. Das führt irgendwann zu Spannungen in Beziehungen, aber auch mit der eigenen Identität. Die Realität des wahren Lebens und die Fiktion aus dem Internet können verschwimmen, das Selbstbild leidet. Man reagiert irritiert und zieht sich zurück. Häufig isoliert deswegen Internet-Sexsucht Betroffene von ihren Mitmenschen mehr und mehr.

 

Demnach steht im Zentrum einer Pornosucht oft ein unreguliertes, negatives Gefühl (I). Im Gehirn des Süchtigen ist abgespeichert, wie bisher mit diesen negativen Gefühlen umgegangen wurde (II). Dahinter stehen Bahnungen (Konditionierungen) im Gehirn. Das führt zu einer Geneigtheit, in bestimmten emotionalen Zuständen Internet-Sexangebote in Anspruch nehmen zu wollen. Manchmal kommen dann noch zusätzliche Auslöser hinzu (erotische Filmszenen oder Werbung, Alleinsein, mit Pornografie konditionierte Situationen, Gegenstände oder Beschäftigungen) (III). Danach beginnt das dem Internet-Sexsüchtigen eigene Ritual, welches meist nach einem ziemlich gleichen Prozedere abläuft, aber immer das Ziel hat, die negativen Grundgefühle kurzzeitig zu betäuben und in Lust-, Rausch-, Machtgefühle uvm. zu verwandeln (IV). Nach dem Konsum selbst sind die Betroffenen dann aber meist weniger glücklich als vorher, sondern eher enttäuscht. Duldet ein Mensch nun lange Zeit diesen Mechanismus der Gefühlsbewältigung, wird das Effekte auf seine Persönlichkeit, seine sozialen Beziehungen, seine Lebensumstände und seine Suchtwahrnehmung haben. Die Sucht verstärkt sich selbst und riegelt sich gegen Veränderungsprozesse ab.

Ich bin der Meinung das hier ein Umdenken von Nöten ist. Die Fakten und Zahlen sprechen für sich und ich finde, dass sie erschreckend sind. Woran liegt es, dass es so viele Betroffene gibt? Gehen wir zu leichtfertig mit der Pornografie um? Gibt es noch zu wenig Verantwortung (z.B. Werbung), zu wenig Aufklärung? Sind wir darauf getrimmt worden das der Sex das Non plus Ultra sein muss? Partnerschaftliche Liebe mit wenig Sex, heißt das, dass es eine schlechte Partnerschaft ist? Worauf kommt es an, welche Werte sind uns wichtig?

Frau mit highheels hält einen Fuß auf eine Männerstirn (Bildquelle Pixabay)

 

 

 

https://www.weisses-kreuz.de/internet-sexsucht/zum-thema-internet-sexsucht

https://www.netzsieger.de/ratgeber/internet-pornografie-statistiken

https://www.epochtimes.de/wissen/gesellschaft/die-geheime-pandemie-teil-i-a478338.html

https://www.epochtimes.de/wissen/gesellschaft/die-geheime-pandemie-teil-ii-a481043.html

https://www.suchtundselbsthilfe.de/forum/thread/20329-pornosucht-online-sexsucht/

Hilfe zur Selbsthilfe

Ich werde mit der Zeit noch mehr Links einstellen und auch Bücher nennen zu diesem Thema...

Falls du etwas zu diesem Thema gelesen hast oder eine gute Seite weißt, freue ich mich über eine Nachricht von dir...

Außerdem wird ein Screenshot eingestellt für K9, ein kostenloses Jugendschutzprogramm...

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